Sie haben ein Grundstück oder eine Immobilie geerbt ?!

Der durch das Finanzamt angesetzte Wert erscheint Ihnen zu hoch ?!

Durch das Erbschaftsteuerreformgesetz wurde die steuerliche Bewertung des Grundvermögens für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungssteuer zum 1.1.2009 umfassend reformiert. Die Bewertung des Grundvermögens erfolgt nun nach dem Bewertungsgesetz BewG §§ 176 – 198.

Auf der Basis dieses Gesetzes wird im Erbschaftsfall der Wert des Grundvermögens (der gemeine Wert) durch einen Sachbearbeiter der zuständigen Finanzbehörde ermittelt.

Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts (§198 BewG)

„Weist der Steuerpflichtige nach, dass der gemeine Wert der wirtschaftlichen Einheit am Bewertungsstichtag niedriger ist als der nach den §§ 179, 182 bis 196 ermittelte Wert, so ist dieser Wert anzusetzen. Für den Nachweis des niedrigeren Werts gelten grundsätzlich die auf Grund des § 199 Abs. 1 des Baugesetzbuches erlassenen Vorschriften.“

Fazit:

Aus den obigen Erläuterungen ist zu entnehmen, dass auf der Basis einer Marktwertermittlung durch einen freien Sachverständigen der Grundbesitzfeststellungsbescheid des Finanzamtes angefochten werden kann.

Vorgehensweise:

Nach der Durchführung eines Ortstermins und Prüfung der Unterlagen (Steuerbescheid) wird in einem gemeinsamen Gespräch die Sinnhaftigkeit eines Widerspruchs erläutert. Sollte nach diesen Vorarbeiten kein Gutachten erstellt werden, werden diese Arbeiten mit pauschal (Innerhalb einer Entfernung von c. 50 km) 250,-- € netto abgerechnet.

 Sollte ein Gutachten erstellt werden, erfolgt die Abwicklung gem. den Erläuterungen unter der Rubrik Vorgehensweise.